Pflegegrad beantragen – klingt kompliziert? Ist es nicht! (Meistens.)
- Heike Teich
- 8. Juni 2025
- 2 Min. Lesezeit

Du hast das Gefühl, du (oder jemand aus deiner Familie) wuppt den Alltag nicht mehr so ganz ohne Hilfe?
Dann ist es vielleicht Zeit für einen Pflegegrad.
Klingt nach Bürokratie, Formularen und schlaflosen Nächten? Keine Panik – ich nehme dich mit auf die Reise durch den Pflegegrad-Dschungel. Ohne Machete, aber mit Klartext.
Schritt 1: Antrag stellen
Du brauchst kein 17-seitiges Pamphlet. Ein Anruf oder ein formloser Brief an die Pflegekasse reicht völlig, z.B.: „Hiermit beantrage ich Leistungen der Pflegeversicherung für [Name, Geburtsdatum].“
Fertig. Die schicken dir dann ein Formular. (Ja, Papier. Willkommen im Jahr 2025.)
Schritt 2: Besuch vom MD – keine Angst, die wollen nur gucken
Nach dem Antrag kommt der Medizinische Dienst (MD) vorbei (bei privat Versicherten ist’s MEDICPROOF ).
Und was machen die?
Die schauen sich an, wie selbstständig du noch bist.
Also nicht auf Hochglanz polieren oder die Wohnung auf Instagram-Niveau bringen – hier zählt echte Alltagsrealität.
Schritt 3: Vorbereitung ist die halbe Miete
💡 Mein Rat: Führ ein Pflegetagebuch. Klingt fancy, ist aber einfach nur eine Liste:
Wer hilft wem, wann und wobei?
Was klappt noch, was nicht?
Gibt’s Momente, wo du denkst: „Warum macht das niemand für mich?“
Und dann:
Medikamentenplan bereitlegen
Arztberichte sammeln
Und: ehrlich sein! Es geht nicht darum, „gut dazustehen“. Es geht um Unterstützung. Punkt.
Schritt 4: Warten auf den Bescheid
Nach dem Besuch schreibt der Gutachter seinen Bericht, die Pflegekasse wertet alles aus und dann – Trommelwirbel – bekommst du den Bescheid. Das dauert so 4 bis 6 Wochen.
Je nach Stimmungslage der Postzustellung. Und dem Kaffeekonsum der Sachbearbeitung. 😅
Schritt 5: Pflegegrad zu niedrig oder abgelehnt? Don’t panic.
Du findest das Ergebnis… sagen wir mal: fragwürdig? Dann kannst du Widerspruch einlegen. Schriftlich, sachlich, innerhalb von einem Monat.
Pflegegrad beantragen – mein Fazit
Es ist kein Hexenwerk. Aber auch kein Spaziergang. Irgendwo dazwischen.Der Antrag ist der erste Schritt – damit du (oder dein Lieblingsmensch) die Hilfe bekommt, die wirklich nötig ist.
Und hey: Wenn du zwischendurch das Gefühl hast, du blickst nicht mehr durch – ich bin da.
Übrigens...
Wird dir ein Pflegegrad (mind. Pflegegrad 2) bewilligt, erhältst du Pflegegeld ab dem Tag der Antragstellung rückwirkend!
Und wichtig zu wissen....
ab jetzt benötigst du regelmäßig ein Beratungsgespräch, damit das Pflegegeld weitergezahlt wird.



